About me

Mit 7 Jahren beginnt Carolin Greiner ihre musikalische Laufbahn und lernt klassiches Klavier an der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ in Leipzig. Dies wird ihre spätere musikalische Laufbahn maßgeblich beeinflussen, obwohl sie seinerzeit noch nichts davon ahnt. Auch singt sie schon im Grundschulalter im Nachwuchschor des Gewandhauses zu Leipzig mit.

Mit ihrer Vorliebe für die romantischen Komponisten, allen voran besonders Frédéric Chopin, legt sich auch hier ein Grundstein ihrer späteren musikalischen Linie: das Gefühl als zentraler Aspekt ihres künstlerischen Schaffens.

Doch es gibt da noch eine andere Art von Musik, die es ihr angetan hat: Als Kind der 90er kommt sie mit dem zu jener Zeit frisch erschienen Album „Jagged Little Pill“ von Alanis Morissette in Berührung. Die vor Energie sprühende junge kanadische Musikerin wird Carolin Greiner nachhaltig prägen. Angesteckt vom kreativen Geist, der Energie und den scharfsinnigen Texten Alanis‘, beginnt auch Carolin schon bald darauf erste eigene Songs zu schreiben – und entdeckt damit eine Leidenschaft, die sie bis heute begleiten wird.

Musikalisch befindet sich Carolin also irgendwie immer zwischen zwei Welten: der konservativen klassischen Musikwelt, in der jede Note exakt gespielt werden muss und es wenig Freiraum für eigene Ideen gibt – und auf der anderen Seite der exzentrischen Rockmusik Alanis Morissettes. Doch es gibt da noch eine ander Art Musik, mit der Carolin in Kontakt kommt: Jazz. Geprägt wird sie hier durch ihren Vater, der Klarinette spielt und zu Hause Big Band Aufnahmen hört. Wenn sie Jazz hört, muss sie anfangen zu tanzen und es überkommt sie ein sofortiges Gefühl der Freude. Als Carolin erfährt, dass es im Jazz eine Form des Musikmachens gibt, bei der sich nicht auf vorgeschriebene Noten gestützt wird, sondern frei improvisiert werden kann, ist sie von dieser für sie völlig ungewohnten Form des Musizierens sehr angetan. Fasziniert von dem „neuen“ Klang und Herangehensweise an diese Art Musik, wird sich Carolin die nächsten Jahre intensiver mit Jazz auseinandersetzen und ihre Liebe dafür entdecken.

Schließlich kommt der Zeitpunkt, an dem sie sich endlich entscheidet, sich auf eine Aufnahmeprüfung der Musikhochschule für Jazz- und Populargesang zu bewerben. Zu dieser Zeit ist Carolin bereits 25, was für einen derartigen Studiengang relativ spät ist. Doch schnell merkt sie, dass sie dort irgendwie nicht ganz rein passt. Stücke zu singen, die andere für sie auswählen, entspricht ihr nicht. Auch kommt es ihr nicht auf Kompliziertheit von Tonarten und Rhythmen an, sondern immer noch auf Gefühl und ihr Empfinden von Wohlklang – und dazu genügt auch Einfachheit. Als Carolin ihren Ensemble-Kolleg:innen Stücke mit nur 4 Akkorden vorschlägt, verdrehen diese zwar fast unmerklich die Augen, aber es wird ihr schnell klar, dass das nicht ihre Art ist, Musik zu machen. Denn Musik kommt für sie in erster Linie aus dem Herzen.

Carolins Musik zeichnet sich durch gefühlvolle Melodielinien und Stimmführung aus. Mal zart und zerbrechlich, mal kraftvoll und bestimmt singt Carolin ihre einfühlsamen Texte auf deutsch, englisch und spanisch. Sie spielt aktuell fast ausschließlich Klavier während ihrer Konzerte. Hin und wieder ist sie auch an der Gitarre und Ukulele zu hören.